Nantovinus-Haus der ehemaliger Kerker
Loisach in Wolfratshausen

Nantovinus-Haus
der ehemaliger Kerker

Conradus Nantovinus
Conradus Nantovinus

Conradus Nantovinus war ein Pilger und Märtyrer.

Bei seiner Rast in Wolfratshausen, wurde er das Opfer eines Komplotts von dem gierigen Richter Ganter und der Wirtin Renate Zapf.
Die beiden bezichtigten Nantvin, ein Kind geschändet zu haben.

Man ließ ihn zuerst in den Kerker werfen (der sich an dieser Station der Historischen Stadtführung befand) und anschließend wurde er zum Tode auf dem Scheiterhafen verurteilt.

Wallfahrtsort Wolfratshausen: Nach Nantvins Tod pilgerten viele nach Wolfratshausen, weil man in der Nantweiner Kirche beten wollte und auf ein Wunder hoffte. So wie es wohl einigen Blinden ergangen war, die durch das Vorhalten der Gebeine wieder sehend wurden.

Im gesamten deutschsprachigen Raum wurde der Heilige Nantovinus durch das Theaterstück „Der Brandner Kaspar“ bekannt. Er tritt darin im Himmel als Heiliger auf und sagt: „In Wolfratshausen hams mi verbrannt weils an Heiligen braucht ham. Weil damals hat scho jede Gegend an Heiligen ghabt, bloß Wolfratshausen no net.“

 

Kirche von Nantwein
Kirche St. Nantwein, heute die Friedhofskirche der Pfarrei Wolfratshausen

Foto Kirche Nantwein: Gras-Ober 2010, Wikipedia/Wikimedia Commons, Loisachufer: Larry Terwey

Nantovinus-Haus